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Halbleiter: Investieren in die technologische Zukunft

Halbleiter stehen aktuell im Rampenlicht und Nachrichten über Lieferengpässe machen weltweit Schlagzeilen. Wie kann man in diese riesige Branche investieren? Wir betrachten zwei Segmente – Chip-Produzenten und Hersteller von Fertigungsanlagen.

Von Tomasz Godziek, Lead Portfolio Manager und Daniel Lurch, Co-Portfolio Manager des JSS Sustainable Equity – Tech Disruptors

Weshalb kommt es weltweit zu solch extremen Lieferengpässen bei Halbleitern?

Tomasz: Halbleiter sind sozusagen die «Gehirne» von elektronischen Geräten, sie ermöglichen die Steuerung des Stromflusses. Sie bilden das Fundament der Digital Economy und sind in beinahe jeder Branche von Bedeutung. Halbleiter werden von hochspezialisierten Unternehmen, wie Texas Instruments, Analog Devices und Nvidia, hergestellt.

Die aktuell bestehenden extremen Lieferengpässe haben ihre Ursache in der COVID-19-Pandemie, als die Nachfrage nach Halbleitern explodierte, weil viele Menschen in neue Laptops, Smartphones oder sogar in ein neues Auto investierten. Obwohl die Halbleiterhersteller sehr schnell auf diesen Nachfrageschub reagierten, war die Vorlaufzeit zu kurz. Denn die Herstellung hochmoderner Chips dauert in der Regel bis zu sechs Monate. Hinzu kam, dass bereits vor der Krise kaum Lagerbestände vorrätig waren.

Deshalb gibt es für einige Komponenten derzeit Lieferengpässe und dies in einem Ausmass, das es wohl in der Geschichte der Chip-Industrie so noch nie gegeben hat. Insbesondere die Automobilbranche hat es hart getroffen, teilweise aufgrund ineffizienten Lieferkettenmanagements. Man schätzt, dass die Automobilbauer aufgrund des Engpasses einen Produktionsausfall von 4 Millionen Fahrzeugen erlitten und dadurch einen Umsatzverlust in Höhe von 90 Milliarden US-Dollar verzeichneten.

Wie sieht Ihr Anlageansatz für die Halbleiterindustrie aus und wie sind Sie in diesem Bereich aufgestellt?

Daniel: Halbleiter stellen ein wichtiges Engagement in unserem JSS Sustainable Equity – Tech Disruptors Fonds dar. Dabei konzentrieren wir uns auf zwei Gruppen von Unternehmen.

Da sind zum einen die analogen Halbleiter, über die wir am Trend zu Elektrofahrzeugen und Smart Mobility partizipieren. In einem Elektrofahrzeug werden Halbleiter im Wert von etwa 1000 US-Dollar verbaut, das Dreifache im Vergleich zu Benzinern. Somit birgt der Markt für Elektrofahrzeuge ein enormes Wachstumspotenzial für Halbleiterproduzenten und daran wollen wir teilhaben. Unsere wichtigsten Titel sind hier Aktien wie z. B. Analog Devices, Infineon und STMicroelectronics¹. Diese Unternehmen sind nachhaltig und erfüllen unsere weiteren Anlagekriterien: ein starkes Geschäftsmodell, Wettbewerbsvorteile und hohe Markteintrittsbarrieren.

(McKinsey, Mobility trends: What’s ahead for automotive semiconductors, April 2017)

Als Zweites konzentrieren wir uns auch auf Halbleiterausrüster, also auf jene Unternehmen, die die Maschinen für die Chipproduktion herstellen und von zwei grossen Trends profitieren: der Nachfrage nach komplexeren Chips und einer stark zunehmenden Lokalisierung.

Da Trends wie künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge sich immer mehr ausweiten, steigt die Nachfrage nach komplexeren Chips, für deren Herstellung modernere Maschinen gebraucht werden. Es gibt nur sehr wenige Unternehmen, die solche Maschinen produzieren können, sodass es sich hier um einen Oligopolmarkt mit hohen Eintrittsbarrieren handelt.

Zudem beobachten wir eine zunehmende Lokalisierung und insbesondere in den USA und Europa ein steigendes Interesse am Aufbau einer lokalen Halbleiterproduktion, um die Abhängigkeit von Anbietern wichtiger Komponenten aus dem asiatischen Raum zu reduzieren.

Beide Trends wirken sich günstig auf Wachstums- und Umsatzprognosen für Anlagenhersteller aus. Unsere wichtigsten Titel bei den Halbleiterausrüstern sind Applied Materials und Tokyo Electron¹.

Halbleiter spielen auch bei der Entwicklung disruptiver Technologien, wie z. B. Kryptowährungen, eine entscheidende Rolle. Allerdings wurden Kryptowährungen wie Bitcoin kritisiert, weil sie nicht besonders umweltfreundlich sind. Wie denken Sie darüber und welchen Einfluss hat das auf die Halbleiterindustrie und andere Branchen?

Tomasz: Die erschreckenden Statistiken zum Bitcoin-Stromverbrauch sind uns bekannt. Das Bitcoin-Mining beispielsweise verbraucht mehr Strom als die gesamte Schweiz. Für jede Bitcoin-Transaktion wird so viel CO2 ausgestossen wie durch das Anschauen von 120'000 Stunden YouTube-Videos.

Der hohe Stromverbrauch von Bitcoins ist auf die zugrunde liegende Technologie zurückzuführen, die immense Rechenressourcen verschlingt. Dies ist auch einer der Gründe für die kurzfristige Absatzsteigerung bei Nvidia, einem Produzenten von Computer-Chips, der zu unserem Portfolio gehört.

Einige Kryptowährungen bemühen sich jedoch darum, das Mining umweltfreundlicher zu gestalten. So stellt etwa Ethereum, die zweitgrösste Kryptowährung nach Bitcoin, derzeit auf einen energieeffizienteren Mechanismus um, der weniger Rechenleistung erfordert.

Daneben ist gerade ein neues, hocheffizientes Konzept im Kommen, das auf Speicherplatz setzt und somit den Wertzuwachs der Aktienkurse von Festplatten-Herstellern wie Seagate und Western Digital¹ antreibt. Western Digital ist ebenfalls in unserem Portfolio vertreten.

Aufgrund dieser Entwicklungen werden sich die Ansichten über die Zukunft von Blockchain-Technologien womöglich ändern und sich deren Anwendungsmöglichkeiten über Bezahlvorgänge hinaus erweitern. Als weitere Anwendungsfelder wären z. B. denkbar: der Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie, Finanzsysteme für Entwicklungsländer, Lieferketten-Überwachung und Cybersicherheit.

*Bitte beachten: Der JSS Sustainable Equity – Tech Disruptors Fonds investiert nicht in Kryptowährungen.

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