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Einer für jedes Portfolio

Der Barrier Reverse Convertible zählt zu den beliebtesten Derivaten. ­Er kann das Portfolio bis zu einem gewissen Grad gut absichern und bewährt sich in Seitwärtsphasen.

Vivien Sparenberg, Head Flow Products Distribution Schweiz Digital Investing, Vontobel

Der Barrier Reverse Convertible (BRC) gehört zu den beliebtesten strukturierten Produkten. Und das nicht ohne Grund, denn BRC können relativ gut zur Steuerung des Rendite-Risiko-Profils im Portfolio eingesetzt werden. Für ein Investment in einen BRC sollte nicht allein die Attraktivität des garantierten Coupons ausschlaggebend sein.

Auch die zugrundeliegenden Aktien sowie das damit verbundene Risiko ­sollten ins Portfolio passen. Ob tiefere Barrieren oder höhere Coupons, BRC können einfach und flexibel zur Optimierung des Rendite-Risiko-Profils eingesetzt werden.

Hoher Sicherheitspuffer

Im Vergleich zur Direktinvestition bietet der BRC dem Anleger einen gewissen ­Risikopuffer. Denn die Barriere schützt vor Kursrückschlägen eben bis zur Bar­riere. Das Portfolio kann somit zumindest bis zu einem gewissen Grad abge­sichert werden. Dafür ist die Gewinnmöglichkeit auf den Coupon beschränkt. Aber wie funktioniert das?

Die Höhe der Barriere ist entscheidend, wie konservativ oder risikoreich ein BRC auch ist. Neben der Höhe des Sicherheitspuffers beziehungsweise dem Barrierelevel spielt ebenfalls die Periodizität oder der Zeitpunkt der Barriere­beobachtung eine wichtige Rolle. Bei einem BRC lassen sich höhere Sicherheitspuffer (tiefe Barrieren) zulasten der Rendite (Coupon) erreichen und umgekehrt. Denn hohe Sicherheitspuffer (tiefere ­Risiken) müssen auch hier, wie bei allen Geldanlagen, grundsätzlich mit tieferer Rendite erkauft werden.

«Die Rückzahlung am Laufzeitende ist abhängig von der Kursentwicklung.»

Der Barrieretyp spielt neben den Attributen Coupon und Sicherheitspuffer für das Rendite-Risiko-Verhältnis eine wichtige Rolle. Bei BRC mit amerikanischer Barriere wird fortwährend – an vordefinierten Stichtagen – geschaut, ob einer der Basiswerte die Barriere berührt oder unterschreitet. Demgegenüber wird bei der europäischen Variante erst bei Schlussfixierung überprüft, ob es bei einem der Basiswerte zu einer Berührung oder einem Durchbruch der Barriere gekommen ist. Grundsätzlich gilt: Je häufiger eine Barriere beobachtet wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Barriereverletzung und desto höher die Renditechancen respektive der Coupon.

Die Rückzahlung am Laufzeitende ist abhängig von der Kursentwicklung der zugrundeliegenden Basiswerte. Von der Kursentwicklung unabhängig ist allerdings der garantierte Coupon, den Anleger in jedem Fall ausgezahlt bekommen. Wurde die Barriere während der gesamten Laufzeit nie berührt oder unterschritten, wird die Rückzahlung in Höhe des Nennwerts geleistet. Für eine positive Rendite des BRC genügt es daher ­bereits, wenn der Basiswert oder auch mehrere zugrundeliegende Basiswerte das Niveau halten oder leicht fallen.

In Seitwärtsphasen bleiben Aktien und Anlageprodukte, die nur auf steigende Kurse setzen, chancenlos. BRC aber spielen genau dann ihre Stärken aus, wenn die Kurse seitwärts tendieren.

Rückzahlung zum Nennwert

Kam es während der Laufzeit zu einem Barriereereignis (einer oder mehrere ­Basiswerte haben an den definierten Beobachtungstagen die Barriere berührt oder durchbrochen), der Kurs des Basiswerts erholt sich aber im weiteren Verlauf und notiert am Laufzeitende mindestens auf dem Ausübungspreis, so wird auch in diesem Fall die Rück­zahlung in Höhe des Nennwerts geleistet. Liegen dem BRC mehrere Basiswerte zugrunde, müssen sich alle drei Kurse bis zur Schlussfixierung über den Ausübungspreis erholen, damit es eine Rückzahlung zum Nennwert gibt.

Kam es während der Laufzeit zum Barriereereignis und notiert der Kurs mindestens eines zugrundeliegenden Basiswerts am Laufzeitende unterhalb des Ausübungspreises, gibt es die physische Lieferung oder eine Barabgeltung. Auch ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Anleger tragen zudem das Ausfallrisiko des Emittenten.

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